18.02.2013 | TV-L

Streiks an Kitas und Schulen geplant

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Nach zwei gescheiterten Tarifverhandlungsrunden im öffentlichen Dienst der Länder beginnt heute, Montag, 18.2.2013, eine bundesweite Warnstreik-Welle.

Angestellte Lehrer an mehr als 100 Schulen in Berlin wollen in den Ausstand treten. Für tausende Kinder dürfte der Unterricht ausfallen. In den nächsten Wochen soll es dann in allen 16 Bundesländern Warnstreiks geben - und damit Unterrichtsausfall, Ausfälle bei der Betreuung in Kitas, Verkehrsbehinderungen oder Einschränkungen beim Winterdienst.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat nach eigenen Angaben 8.000 Lehrer und 4.500 Erzieher in Berlin aufgerufen, die Arbeit am Montag niederzulegen. Es werden Streiks an mehr als 100 der rund 800 Schulen in Berlin erwartet. Um 11.30 Uhr ist eine Kundgebung vor der Geschäftsstelle der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) geplant, an der auch die GEW-Bundesvorsitzende Ilse Schaad teilnehmen will.
Auch in Sachsen-Anhalt will die Bildungsgewerkschaft GEW Lehrer in Magdeburg für Mittwoch, 20.2., zum Warnstreik aufrufen.

Forderungen der Gewerkschaften

Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten unter anderem 6,5 Prozent mehr Gehalt. Außerdem wollen sie erreichen, dass die Gehaltsgruppen der rund 200.000 angestellten Lehrer bundesweit per Tarifvertrag einheitlich geregelt werden. Am 7. und 8. März werden die Verhandlungen in Potsdam fortgesetzt. Insgesamt geht es um die Gehälter von rund 800.000 Landes-Angestellten.



Schlagworte zum Thema:  Streik, TV-L, Schule, Kindergarten, Tarifvertrag , Öffentlicher Dienst

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