| Thüringen

Landtagsfraktionen gegen weiteren Stellenabbau bei Polizei

Politiker gegen Stellenabbau bei Thüringens Polizei.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Landtagsfraktionen haben sich gegen einen drastischen Stellenabbau bei der Polizei gewandt. Sie reagierten damit auf einen Bericht vom MDR, demzufolge Finanzminister Wolfgang Voß (CDU) bis 2020 jede vierte Polizistenstelle streichen wolle.

Demnach soll sich Voß in der Regierungskommission zur Verwaltungsreform dafür eingesetzt haben, die Zahl der Polizisten in den nächsten Jahren so weit zu reduzieren bis der Durchschnitt der westdeutschen Flächenländer erreicht ist. Dazu müssten rund 1.900 von derzeit etwa 7.600 Stellen eingespart werden. Bislang plant die Landesregierung den Abbau von 915 Stellen bei der Polizei bis 2020.

Vorschläge einer Expertenkommission werden ausgewertet

Derzeit gebe es keine Forderung des Finanzministers nach einem zusätzlichen Stellenabbau bei der Polizei, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. Die Regierungskommission, die bis zur Sommerpause Eckpunkte für eine Verwaltungsreform vorlegen will, habe ihre Arbeit noch nicht beendet. Momentan würden die Vorschläge eines Expertengremiums ausgewertet, das die Streichung von rund 1.600 Polizisten-Stellen vorgeschlagen hatte.
Der innenpolitische Sprecher der Grünen, Dirk Adams, forderte das Land angesichts des hohen Altersdurchschnitts bei der Polizei auf, über notwendige Neueinstellungen nachzudenken. Auch die Innenpolitiker der CDU- und SPD-Fraktion kündigten Widerstand gegen einen drastischen Personalabbau an.

Schlagworte zum Thema:  Thüringen, Polizei, Stellenabbau

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