| Personal & Tarifrecht

Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst beginnen

In Potsdam beginnen heute die Tarifverhandlungen für rund zwei Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen.

Die Gewerkschaften fordern ein Plus von 6,5 Prozent, mindestens aber 200 Euro. Die Arbeitgeber haben die Forderung bereits als zu hoch zurückgewiesen. Ob sie aber bei der ersten Runde ein Angebot vorlegen werden, ist zunächst offen.

Bund und Kommunen verweisen darauf, dass sich die Konjunktur wieder abschwächt und sie hohe Schulden haben. Die Gewerkschaften argumentieren hingegen, dass die Beschäftigten einen Nachholbedarf hätten - die vergangenen Lohnsteigerungen hätten nicht einmal die Inflationsrate ausgeglichen. Das aber bestreiten die Arbeitgeber.

Insgesamt sind drei Verhandlungsrunden bis Ende März geplant. Bei der vergangenen Tarifrunde im Jahr 2010 hatte es erst nach Warnstreiks und einem Schlichterspruch einen Kompromiss gegeben. Auch jetzt drohte Verdi-Chef Frank Bsirske bereits mit Warnstreiks.

Unmittelbar vor Beginn der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst hat der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske die Gewerkschaftsforderung von 6,5 Prozent verteidigt. Es sei jetzt an der Zeit für eine deutliche Reallohnerhöhung, sagte er: «Ehrensold für die Krankenschwestern, Ehrensold für die Müllwerker. Ich finde, die haben das verdient. Das ist die Losung, die jetzt in diesen Tarifverhandlungen ansteht.»

 

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