13.03.2012 | Personal & Tarifrecht

Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst werden fortgesetzt

Nach einer Nacht Pause gehen die Verhandlungen für den öffentlichen am Mittag weiter. Das erste Angebot der Arbeitgeber für die zwei Millionen Beschäftigten von Kommunen und Bund stieß auf Ablehnung.

Gewerkschaften und Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes setzen heute in Potsdam ihre Tarifverhandlungen für die zwei Millionen Beschäftigten bei den Kommunen und beim Bund fort. Die Arbeitgeber hatten am Vortag nach einer Warnstreikwelle ein erstes Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaften lehnten dieses allerdings als völlig unakzeptabel ab.

Angebot der Arbeitgeberseite

Die Arbeitgeber bieten nach eigenen Angaben 3,3 Prozent mehr Geld für zwei Jahre an: Ab Mai dieses Jahres sollen die Gehälter demnach um 2,1 Prozent steigen. Ab März 2013 ist ein weiteres Plus von 1,2 Prozent vorgesehen. Hinzu kommt eine Einmalzahlung von 200 Euro. Der alte Tarifvertrag war bereits Ende Februar ausgelaufen.

Forderungen der Gewerkschaft

Die Gewerkschaften sind mit einer Forderung nach einem Gehaltsplus von 6,5 Prozent, mindestens aber 200 Euro zusätzlich pro Monat, in die Verhandlungen gegangen. Nach Rechnung der Gewerkschaften entspricht das Angebot der Arbeitgeber einer Anhebung der Gehälter in den kommenden zwei Jahren von im Schnitt 1,77 Prozent - unter Berücksichtigung der zweimonatigen Erhöhungspause und der Einmalzahlung.

Weitere Verhandlungen geplant

Für den 28./29. März ist in Potsdam eine dritte Verhandlungsrunde angesetzt. Verdi und auch die dbb-Tarifunion haben mit einer Ausweitung der Warnstreiks gedroht, sollte es in den Gesprächen keine substanziellen Fortschritte geben. In der vergangenen Woche hatten sich nach Angaben von Verdi bereits etwa 130.000 Beschäftigte an Arbeitsniederlegungen beteiligt. Sollten die Tarifpartner gar nicht zueinander finden, können Schlichter eingeschaltet werden.

 

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