| Sozial- und Erziehungsdienst

Tarifverhandlungen für Erzieher ohne Ergebnis abgebrochen

Arbeitnehmervertreter forden Höhergruppierung aller Beschäftigten und nur für einzelne Tätigkeiten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Tarifverhandlungen für die bundesweit 240.000 Erzieher und Sozialarbeiter im öffentlichen Dienst sind ohne Ergebnis abgebrochen worden.

Zwar machten die kommunalen Arbeitgeber am Dienstag in Offenbach das Angebot, viele Kita-Erzieherinnen und -Leiterinnen höherzustufen. Trotzdem drohten die Gewerkschaften Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Deutscher Beamtenbund (dbb) damit, die Gespräche für gescheitert zu erklären, und in die Urabstimmung über einen unbefristeten Streik zu gehen. «Die Arbeitgeber haben Runde für Runde blockiert», sagte GEW-Vorstand Norbert Hocke.

Gewerkschaften vermissen Zusage für alle Beschäftigten

Der Verband der kommunalen Arbeitgeber (VKA) schlug vor, Erzieher in Projekten zur Sprachförderung oder Inklusion Behinderter ein bis zwei Gehaltsgruppen höher einzustufen. Die Verbesserungen kämen insgesamt 30 bis 40 Prozent des Kita-Personals zugute, sagte eine Sprecherin. «Die Arbeitgeber haben versucht, die Gewerkschaften im Klein-Klein zu verstricken», erklärte Hocke dagegen. Es würden nur Detailangebote für einzelne Gruppen gemacht. Die Gewerkschaften fordern für alle Beschäftigten etwa zehn Prozent mehr Gehalt.

Die Arbeitnehmervertreter sagten die bereits vereinbarte sechste Runde für den 11./12. Mai ab. VKA-Geschäftsführer Manfred Hoffmann nannte das inakzeptabel: «Der Verhandlungsweg ist keinesfalls ausgeschöpft.»

Schlagworte zum Thema:  Erzieher, Kita, Tarifverhandlung

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