11.01.2013 | Ärzte

Tarifrunde für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern eingeläutet

Bild: Haufe Online Redaktion

Die Tarifverhandlungen für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern haben am Donnerstag in Düsseldorf begonnen. Die Arbeitnehmerseite fordert 6 % und eine Reduzierung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit. Die nächste Verhandlungsrunde steht am 21. und 22. Januar an.

Für die rund 50 000 Ärzte in kommunalen Krankenhäusern hat am Donnerstag die Tarifrunde 2013 begonnen. In Düsseldorf trafen sich Vertreter der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zu ersten Verhandlungen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem sechs Prozent mehr Gehalt und eine Reduzierung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit. Die Tarifparteien verabredeten eine zweite Verhandlungsrunde für den 21. und 22. Januar.

Die VKA erklärte nach dem Auftakt, dass sie mit einer schwierigen Tarifrunde rechne. Zwar wolle man auch für die Ärzte eine Teilhabe an der allgemeinen Lohnentwicklung. «Die Größenordnung, wie sie der Marburger Bund fordert, ist aber vollkommen unrealistisch», erklärte VKA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg. Vor allem die Forderung nach einer weiteren Verkürzung der Arbeitszeit und Bereitschaftsdienste stoße auf Unverständnis. Beides sei bereits ausreichend und umfassend geregelt.

Auch die Gewerkschaft äußerte sich skeptisch. Es seien noch viele Hindernisse aus dem Weg zu räumen, erklärte der Verhandlungsführer des Marburger Bundes, Rolf Lübke. «Wir haben den Arbeitgebern deutlich gemacht, dass wir substanzielle Verbesserungen bei den Gehältern und den Arbeitszeitregelungen erwarten, ohne die ein Kompromiss nicht vorstellbar ist.»

Schlagworte zum Thema:  Arzt, Tarifverhandlung, Streik

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