03.05.2016 | Top-Thema Tarifrunde 2016: Tarifeinigung im Öffentlichen Dienst

Tarifrunde 2016: Besondere Regelungen im Bereich des Bundes

Kapitel
Neuregelungen bei den Entgeltstufen im Bereich des Bundes
Bild: Haufe Online Redaktion

Speziell für den Bereich des Bundes wurden Neuregelungen bei der Zusatzversorgung, der Jahressonderzahlung sowie bei der Stufenzuordnung bei der Einstellung getroffen.

Für die Beschäftigten des Bundes, die bei Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) pflichtversichert sind, orientiert sich die Neuregelung an der im vergangenen Jahr mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder vereinbarten Regelung. Dies bedeutet, dass zur Sicherung der dauerhaften Finanzierbarkeit der Rentenanwartschaften und Ansprüche der Eigenanteil der Versicherten an den Zusatzversorgungsbeiträgen schrittweise ansteigt, im Tarifgebiet West um 0,2 Prozentpunkte ab dem 1. Juli 2016, um weitere 0,1 Prozentpunkte ab dem 1. Juli 2017 sowie um weitere 0,1 Prozentpunkte ab dem 1.Juli 2018, im Tarifgebiet Ost um jeweils 0,75 Prozentpunkte ab dem 1. Juli 2016, ab dem 1. Juli 2017 und ab dem 1. Juli 2018. Die Arbeitgeberanteile steigen gemäß dem periodisch festgestellten Bedarf entsprechend.

Jahressonderzahlung

Für die im Abrechnungsverband Ost der VBL-Pflichtversicherten wird die Jahressonderzahlung schrittweise auf das Niveau der Jahressonderzahlung im Tarifgebiet West erhöht.

Die Bemessungssätze der Jahressonderzahlung für Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikanten des Tarifgebietes Ost werden beginnend ab 2016 schrittweise angepasst.

Neuregelungen bei den Stufen

In der Anlage A (Bund) zu § 15 TVöD werden die Entgeltgruppen 9b bis 15 um die Tabellenwerte der Stufe 6 der Entgeltgruppen 9 bis 15 der ab dem 1. März 2015 geltenden Entgelttabelle aus Anlage A (VKA) ergänzt und in der Entgeltgruppe 9a eine Stufe 6 mit dem Tabellenwert 3.456,98 Euro eingefügt. Diese Werte nehmen an der Erhöhung zum 1. März 2016 teil. § 16 (Bund) Absätze 1 und 4 TVöD werden angepasst.
Mit Erreichung der Stufe 6 wird er Unterschiedsbetrag zum bisherigen Entgelt auf einen etwaigen Strukturausgleich angerechnet.

Bindung von qualifizierten Fachkräften

Zur Deckung des Personalbedarfs oder zur Bindung von qualifizierten Fachkräften kann Beschäftigten abweichend von der tarifvertraglichen Einstufung ein bis zu zwei Stufen höheres Entgelt ganz oder teilweise vorweg gewährt werden. Beschäftigte mit einem Entgelt der Endstufe können bis zu 20 v.H. der Stufe 2 zusätzlich erhalten. Beide Zulagen können befristet werden. Sie sind auch als befristete Zulagen widerruflich und gelten als Tabellenentgelt gemäß § 15.

Schlagworte zum Thema:  Bund, Zusatzversorgung, Jahressonderzahlung, Entgelt, Auszubildende, Tarifverhandlung, Entgeltordnung

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