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Baden-Württemberg: Arbeitgeber halten Tarifforderung im Nahverkehr für unbezahlbar

Im Tarifkonflikt des kommunalen Nahverkehrs hat die Arbeitgeberseite die Forderungen der Gewerkschaft als «nicht finanzierbar» zurückgewiesen.

Außerdem kritisierte der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) den am Freitag letzter Woche stattgefundenen Warnstreik als «unangemessene Belastung» für die Fahrgäste.

Die Gegenseite, die Gewerkschaft Verdi, hatte 7.500 Bus- und Straßenbahnfahrer in Heilbronn, Karlsruhe, Esslingen, Baden-Baden, Freiburg, Konstanz und Stuttgart für den vergangenen Freitag zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Am Mittwoch letzter Woche hatten die Parteien ihre Verhandlungen ergebnislos beendet.

Forderungen der Gewerkschaft

Verdi verlangt unter anderem kürzere Schichten, eine volle jährliche Sonderzahlung und 30 Tage Urlaub für alle unabhängig vom Alter. Ein weiterer Knackpunkt sind die Zulagen für Pausen zwischen geteilten Schichten. Diese Lücken von beispielsweise zwei oder drei Stunden sollen besser bezahlt werden, fordert Verdi. Bei der Sonderzahlung habe der KAV bei der zweiten Verhandlungsrunde am Mittwoch 85 statt der geforderten 100 Prozent angeboten.

Reaktionen der Arbeitgeberseite

Das Forderungspaket der Arbeitnehmer «würde eine Erhöhung der Personalkosten bei den Nahverkehrsunternehmen zwischen 7 und 10 Prozent bedeuten», erklärte der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) Baden-Württemberg. Dies sei «nicht finanzierbar».

Die dritte Gesprächsrunde ist für den 14. September geplant.

 

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