17.01.2012 | Personal & Tarifrecht

Streikende Ärzte: Lassen keine kommunale Klinik aus

Bei dem Streik an kommunalen Krankenhäusern will die Ärztegewerkschaft Marburger Bund keine Klinik verschonen.

In Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen seien 100 Standorte betroffen, sagte der Landesvize für beide Länder, Ingo Flenker. «Wir werden kein kommunales Krankenhaus vom Arbeitskampf ausnehmen.» Der Ausstand soll am 26. Januar beginnen.

Notversorgung wird aufrecht erhalten

«Selbstverständlich sichern wir (...) zu jeder Zeit die medizinische Versorgung aller Notfälle und dringlichen Fälle zu.» Viele Patienten müssten sich auf eine Verschiebung planbarer Operationen einstellen. Sie könnten sich aber in kirchlichen Krankenhäusern versorgen lassen.

In Rheinland-Pfalz drohen Ärztestreiks an 19 kommunalen Krankenhäusern. Davon könnten auch die größeren Kliniken in Kaiserslautern, Ludwigshafen und Worms betroffen sein. Das Gesundheitsministerium appellierte an die Gewerkschaft, verantwortlich mit dem Streik umzugehen. «Für uns ist der zentrale Punkt, dass die Patienten gut versorgt sind», sagte Ministeriumssprecherin Beate Fasbender-Döring.

Forderungen der Gewerkschaft

Nach dem Scheitern von Tarifverhandlungen mit den kommunalen Arbeitgebern hatten 92,7 Prozent der Mitglieder in den kommunalen Krankenhäusern für den Ausstand gestimmt. Die Gewerkschaft will 6 Prozent mehr Gehalt für die 45.000 bis 50.000 Mediziner erreichen.

 

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