08.06.2015 | Sozial- und Erziehungsdienst

Steuerzahlerbund fordert pauschale Gebührenerstattung im Kita-Streik

Geld zurück für Eltern von Kita-Kindern?
Bild: MEV-Verlag, Germany

Nach dem vorläufigen Ende der Kita-Streiks fordert der Bund der Steuerzahler eine pauschale Erstattung der Gebühren für die Streiktage an die Eltern.

Da die Beiträge je nach Alter des Kindes, gewählter Stundenzahl und Einkommen stark variierten, sei es extrem aufwendig, die Erstattungsbeiträge individuell zu ermitteln.

Ermittlung individueller Erstattungsbeträge ist zu aufwendig

Der Steuerzahler-Bund plädiere deshalb dafür, dass die Kommunen den Eltern ab dem sechsten Streiktag in Folge eine Pauschale erstatten, sagt Rik Steinheuer, Vorstandsmitglied in NRW. «Alles andere wäre viel zu viel Bürokratie.» Die Gewerkschaft Verdi setzt den Streik ab Montag für die Dauer der Schlichtungsgespräche aus. Die Erzieherinnen hatten zuvor vier Wochen lang gestreikt.

Nach einer Auflistung des Steuerzahlerbundes für 23 kreisfreie Städte in NRW zahlen Eltern mit einem Einkommen von 40.000 Euro für 45 Stunden pro Woche in der Ruhrgebietsstadt Essen mit 132 Euro Monatsgebühr am meisten. Für ein Kind unter zwei Jahren liegt Duisburg bei gleichem Einkommen und gleicher Stundenzahl mit 252 Euro landesweit an der Spitze. In Köln, Mönchengladbach und Mülheim müssen Eltern ab einem Einkommen von 12 271 Euro für einen Kita-Platz zahlen. In Münster liegt diese Grenze bei 37.000 Euro.

Schlagworte zum Thema:  Kita, Gebühren, Streik

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