Die Gymnasiallehrer fordern, Einkommenseinbußen vergangener Jahre rückgängig zu machen. Bild: M. Schuppich - Fotolia

Der Beamtenbund und der Berufsverband der Gymnasiallehrer fordern Einkommensverbesserungen für Gymnasiallehrer in Schleswig-Holstein.  Vor dem Hintergrund hoher Steuereinnahmen seien die Einkommenseinschnitte der vergangenen Jahre nicht mehr zu rechtfertigen.

Nach dem Beamtenbund fordert jetzt auch der Berufsverband der Gymnasiallehrer die Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes. «In Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen ist es überfällig, dass den Landesbeamten das zurückgegeben wird, was ihnen in einer Serie von Kürzungen zur Haushaltssanierung genommen wurde», erklärte der Landesvorsitzende des Philologenverbandes, Helmut Siegmon. «Deswegen werden wir gemeinsam mit dem dbb hartnäckig nicht nur für die Wiedereinführung des vor Jahren gestrichenen Weihnachtsgeldes kämpfen.»

Lehrervertreter: Krisenmaßnahmen dürfen nicht zum Dauerzustand werden

Schleswig-Holstein komme seiner Fürsorgepflicht gegenüber seinen Bediensteten und besonders seinen Lehrern nicht mehr ausreichend nach. «Auch wenn es formalrechtlich möglich ist, Beamten in Krisenzeiten Kürzungen und Arbeitszeiterhöhungen aufzuerlegen, darf dieser Zustand missbräuchlich nicht zum Dauerzustand mutieren», sagte Siegmon. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) solle von seiner Richtlinienkompetenz Gebrauch machen und dem kategorischen Nein von Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) eine Lösung entgegensetzen.

Die Lehrer an den Gymnasien hätten in den vergangenen Jahren einen überproportionalen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leisten müssen, sagte Siegmon. Er listete auf: «Vorgriffstunden, Kürzung des Weihnachtsgeldes, Wegfall des Urlaubsgeldes, Einführung eines Selbstbehaltes bei der Beihilfe, zehnprozentige Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung sind nur einige Beispiele, die sich zu einer 20-prozentigen Verschlechterung aufgetürmt haben».

Schlagworte zum Thema:  Schleswig-Holstein, Lehrer, Weihnachtsgeld, Einkommen, Gehalt

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