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Gewerkschaft fordert Tarifverhandlungen für Pflegepersonal

Gehälter von Pflegekräften in Sachsen sind relativ niedrig.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Gewerkschaft Verdi hat Tarifverhandlungen für Pflegepersonal in Sachsen verlangt.

Nachdem Gesundheitsministerin Christine Clauß (CDU) und Vertreter von Pflegekassen am vor kurzem Tariflöhne für die Branche gefordert hatten, griff Verdi-Landesbezirksleiter Thomas Voß die Steilvorlage auf. Der Dumpinglohn-Wettbewerb in der sozialen Arbeit müsse schnellstens beendet werden, sagte er. «Wir stehen zu Gesprächen bereit, die Gewerkschaft Verdi hat auch konkrete Vorschläge, wir sollten endlich gemeinsam handeln», lud Voß die Arbeitgeber an den Verhandlungstisch.

Viele Pflegekräfte verlassen Sachsen nach der Ausbildung

Clauß hatte eingeräumt, dass in Sachsen zwar ausreichend Personal ausgebildet wird. Allerdings würden viele Pfleger den Freistaat nach der Ausbildung verlassen, weil sie in Bayern oder Baden-Württemberg besser verdienen. Nach Angaben der Arbeitsagentur in Sachsen bekam eine Fachkraft bundesweit 2012 im Schnitt 2.396 EUR (brutto) pro Monat für eine Vollzeitstelle, in Sachsen waren es nur 1715 EUR. «Wer angemessen verdient, bleibt. Hier müssen wir ansetzen», sagte Clauß. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste in Sachsen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Schlagworte zum Thema:  Sachsen, Pflegepersonal, Pflegekraft, Krankenhaus, Tarifverhandlung

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