Bürger in Rheinland-Pfalz wenden mit ihren Anliegen verstärkt an die Behördennummer 115. Bild: Haufe Online Redaktion

Acht der zwölf kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz sind mittlerweile über die zentrale Behördennummer erreichbar. Dazu kommen viele Landkreise und Gemeinden. Der Service wird von den Bürgern gut angenommen und die Wissensdatenbank, auf die dabei zurückgegriffen wird, erleichtert den Beschäftigten in den Servicecentern ihre Tätigkeit.

In Ludwigshafen gehen täglich 15.000 Anrufe ein. Bei 6.000 Anrufen haben die Bürger selbst die 115 gewählt. Die anderen werden zu den Serviceteams weitergeleitet, weil Behörden zu bestimmten Zeiten nicht besetzt sind. Durch die Einsparungen können Kommunen Geld sparen, so eine Mitarbeiterin des Serviceteams in Ludwigshafen. Ihr Servicecenter ist für fast 1,9 Millionen Bürger in der gesamten Rhein-Neckar-Region zuständig. Das sind fast 80 Prozent der Bewohner der Metropolregion. Die Serviceteams bekommen auch länderübergreifende Anrufe aus Nordbaden und Südhessen.

Steigende Zahl von Anrufen bei der 115

«Der 115-Service wird stetig weiter ausgebaut», sagt ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Innenministeriums über die Nummer, die sich sogar bundesweit zur zentralen Anlaufstelle für Bürger entwickelt. «Betrachtet man das Verhältnis zwischen der 115 und den lokalen Einwahlnummern, liegt der Anteil der 115 in den Servicecentern zwischen 8 und 15 Prozent», sagt er. Die Tendenz sei aber steigend.

Das Bundesinnenministerium brachte die Nummer im Jahr 2011 ans Telefon-Netz. Seitdem schließen sich nach und nach Behörden an.

Alleine das Servicecenter der Metropolregion Rhein-Neckar in Ludwigshafen ist nach eigenen Angaben für fünf kreisfreie Städte in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus für sechs Landkreise und 68 kreisangehörige Kommunen sowohl in Rheinland-Pfalz, als auch in Baden-Württemberg und Hessen zuständig. Aus Weinheim im Norden Baden-Württembergs kommen genauso Anrufe wie aus Viernheim im Süden von Hessen.

Anfragen werden überwiegend im Servicecenter beantwortet

«Meist werden Leistungen von der Zulassungsstelle abgefragt, weil man selten ein Auto anmeldet», so eine Mitarbeiterin des Serviceteams. Daneben werde auch oft nach der Erneuerung des Personalausweises gefragt. «Grundkonzept ist, dass alles selber gelöst werden soll», sagt sie. Das funktioniere auch bei über 80 Prozent der angenommenen Anrufe. Andernfalls könne man den Anrufer auch noch an die betreffenden Behörden weiterleiten.

Die Mitarbeiter im Servicecenter greifen auf eine große Wissendatenbank zurück. Diese Informationen werden an die Anrufer weitergegeben. Manche Bürger rufen auch einfach an und fragen nur nach den Öffnungszeiten einer Behörde.

Schlagworte zum Thema:  Rheinland-Pfalz, Behörde, Telefonanlage

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