09.04.2013 | Personalentwicklung

dbb fordert vorausschauende Personalentwicklung im öffentlichen Dienst

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Bild: Haufe Online Redaktion

Der dbb Beamtenbund und Tarifunion fordert eine vorausschauende Personalpolitik im öffentlichen Dienst, um künftigen Anforderungen gewachsen zu sein.

Der Fachvorstand Beamtenpolitik und stellvertretende Bundesvorsitzende des dbb, Hans-Ulrich Benra, stellte zu diesem Thema fest: „Sowohl der private als auch der öffentliche Sektor stehen vor weitreichenden Herausforderungen: den Konsequenzen einer sich zahlenmäßig vermindernden und stark alternden Bevölkerung einerseits und einem schon länger anhaltenden Wandel der Arbeitsstrukturen durch Digitalisierung, dezentrale Arbeitsformen, Nutzung von Informationsnetzen andererseits“.

Gebraucht würden moderne und familienfreundliche Arbeitsformen sowie präventiver Gesundheitsschutz einschließlich einer flexibilisierten Arbeitszeit, so Benra. Potenziale der vorhandenen Beschäftigten würden noch viel zu wenig genutzt. So spiegelt sich der Anteil von Frauen an den Berufsanfängern nicht in der Verteilung der späteren Führungsfunktionen wider.

Wichtig sei auch eine umfassende Weiterbildungskultur. Das erfordere die Bereitschaft jedes Einzelnen, aber ebenso müssten Dienstherren und Arbeitgeber ein geeignetes Umfeld schaffen. Auch Fortbildungen am Arbeitsplatz sollten möglich sein, z.B. in Online-Form, um selbstgesteuertes informelles Lernen zu fördern.

Wie Betriebe und Behörden Veränderungen aufnehmen, ist immer auch eine Führungsfrage. In Zeiten des demografischen Wandels muss der Personalbedarf analysiert und dabei die spezifische Altersstruktur in den Behörden berücksichtigt werden. Notwendig ist deshalb eine vorausschauende Personalentwicklung. Ältere Beschäftigte sollen ihre Kenntnisse rechtzeitig an den Nachwuchs weiterreichen können, so Benra.

Schlagworte zum Thema:  Personalpolitik, Demografischer Wandel, Weiterbildung, Öffentlicher Dienst

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