| Binnenschifffahrt

Schleusenwärter-Streik in NRW beendet

Binnenschiffer beenden Streik, planen aber neue Arbeitsniederlegungen.
Bild: Haufe Online Redaktion

In Nordrhein-Westfalen sind die Kanalschleusen wieder geöffnet. Ein Ende der Arbeitsniederlegungen ist aber nicht in Sicht, denn Verdi droht schon mit der nächsten Streikwelle.

Die dritte Streikwelle an den Schleusen in Nordrhein-Westfalen ist nach knapp einer Woche beendet. Die Schleusenwärter nahmen am Freitagmorgen ihre Arbeit wieder auf, wie die Gewerkschaft Verdi berichtete.

Erneute Streiks angekündigt

Die Schleusenwärter drohen bereits mit erneuten Arbeitsniederlegungen. Komme es nicht zu Tarifverhandlungen mit der Bundesregierung, würden die Streiks ab dem 20. August fortgesetzt, heißt es von Verdi. Bisher habe Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) nicht reagiert, sagte der zuständige Fachbereichsleiter von Verdi NRW, Michael Kötzing. «Es kam rein gar nichts.» Die Gewerkschaft sorgt sich wegen einer Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) um die Zukunft von 3.000 der deutschlandweit 12.000 beim Bund beschäftigten Mitarbeiter.

Binnenschiffer fordern Kompromiss

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt (BDB) appellierte an die Tarifparteien, kompromissbereit zu sein und aufeinander zuzugehen. Leidtragende des zähen Konflikts seien vor allem die häufig familiengeführten Kleinunternehmen in der Binnenschifffahrt. Diese hätten wegen der wiederholten Streiks enorme Umsatzausfälle. Einige seien mittlerweile sogar in ihrer Existenz bedroht. «Die Binnenschifffahrt hat nicht zuletzt durch die verheerende Hochwasserwelle im Juni 2013 bereits enorme Umsatzausfälle zu verzeichnen und ist nun auf einen reibungslosen Schiffsverkehr angewiesen», mahnte der Verband.

Schlagworte zum Thema:  Binnenschifffahrt, Streik, Schleuse

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