| Nordrhein-Westfalen

Frauen in Chefetagen der Landesbetriebe in der Minderheit

Zu wenig Frauen in Führungspositionen.
Bild: Veer Inc.

Trotz Gleichstellungsgesetz und politischer Appelle sind Frauen in den Führungsetagen von Landesbetrieben, kommunalen Unternehmen und Sparkassen in Nordrhein-Westfalen weiter in der Minderheit.

Das berichtet die «Westdeutsche Allgemeine Zeitung» unter Berufung auf eine von Gleichstellungsministerin Barbara Steffens (Grüne) in Auftrag gegebene Studie der Universität Leipzig. An Rhein und Ruhr seien die Gleichstellungsziele für öffentliche Spitzengremien in keinem Bereich erfüllt.

Frauen vor allem in Sparkassen unterrepräsentiert

In NRW liege der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen von Betrieben und Unternehmen in staatlicher Hand bei nur rund zehn Prozent, so die Studie. In den Aufsichtsgremien sei weniger als jedes vierte Mitglied eine Frau. Besonders in den Führungsetagen der Sparkassen suche man Frauen oft vergeblich: In den Vorständen liege die Quote laut der Studie unter drei Prozent. Selbst in den Landesministerien würden bei der Besetzung von Gremien nur in einem von vier Fällen die vereinbarten Gleichstellungsziele erreicht.

Mit Blick auf die geplante gesetzliche Frauenquote für Großunternehmen erklärte Steffens: «Wenn wir mehr Frauen in Führungspositionen von Unternehmen fordern, um international nicht den Anschluss zu verlieren, müssen wir diesen Anspruch auch in öffentlichen Gremien gerecht werden.»

Das Landesgleichstellungsgesetz schreibt seit 1999 vor, dass öffentliche Gremien in NRW zu gleichen Teilen mit Frauen und Männern besetzt werden müssen.

Schlagworte zum Thema:  Frauenquote, Öffentliche Verwaltung, Landesbetrieb

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