27.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Zahl der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst geht zurück

Mitarbeiterzahl im öffentlichen Dienst geht zurück
Bild: Haufe Online Redaktion

Mitte des Jahres 2015 waren 4,65 Millionen Menschen im öffentlichen Dienst beschäftigt. Damit ist die Mitarbeiterzahl erstmals seit 2008 gesunken.

Erstmals seit Jahren und anders als in der Wirtschaft sinkt die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Mitte 2015 waren 4,65 Millionen Menschen bei Bund, Ländern, Gemeinden und der Sozialversicherung beschäftigt. Das waren 7000 oder 0,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Bis dahin war die Beschäftigtenzahl seit 2008 Jahr für Jahr gestiegen.

Mehr Beschäftigte in kommunalen Kitas

Der jetzige Rückgang wurde nur durch den Personalanstieg bei kommunalen Kitas gebremst. Dort arbeiteten rund 197 000 Menschen, 5,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Seit Mitte 2008 stieg die Zahl der Beschäftigten in diesem öffentlichen Sektor nach Angaben der Statistiker um 44 Prozent. Bei der Polizei blieb die Zahl der Beschäftigten stabil bei 311 000.

Rückgang der Mitarbeiterzahl durch Personalabbau

Ansonsten sank die Zahl der Bediensteten. Etwa beim Bund, der Mitte

2015 rund 489 400 Menschen beschäftigte, 7100 oder 1,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Den Rückgang erklären die Statistiker vor allem mit Personaleinsparungen im Verteidigungsressort und sinkenden Beamtenzahlen bei der Bahn.

Das Personal der Länder ging um 0,4 Prozent auf rund 2,3 Millionen zurück - hauptsächlich wegen Personalabbaus an den Schulen.

Gut jeder dritte Beschäftigte im öffentlichen Dienst (36 Prozent) war Mitte 2015 Beamter oder Richter. Berufs- und Zeitsoldaten machten vier Prozent des Personals aus.

Schlagworte zum Thema:  Öffentlicher Dienst, Stellenabbau

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