26.09.2011 | Personal & Tarifrecht

Marburger Bund ruft Uniklinik-Ärzte zu Warnstreiks auf

Im zähen Tarifstreit der Uniklinik-Ärzte wollen die Mediziner in dieser Woche mit Warnstreiks Druck machen. Die vierte Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) war zuvor ergebnislos geblieben.

Die Ärzte wollen zwischen Montag und Mittwoch an verschiedenen Standorten für jeweils zwei Stunden ihre Arbeit niederlegen. Von den Warnstreiks sind unter anderem die Medizinische Hochschule Hannover (26.9.) sowie die Universitätskliniken in Kiel (27.9.), Lübeck (28.9.) und Greifswald (28.9.) betroffen.

«Die Aktionen sind ein Warnschuss an die TdL», sagte der Tarifexperte des Marburger Bundes, Lutz Hammerschlag. Schon jetzt könne eine wachsende Anzahl von offenen Arztstellen nicht besetzt werden. Dieser Trend werde sich verstärken, wenn Arbeitsbedingungen und Gehaltsperspektiven nicht deutlich besser würden.

Tarifforderungen der Gewerkschaft

Der Marburger Bund will für rund 20.000 Ärzte an 23 Unikliniken 6,3 Prozent mehr Geld erstreiten. Die Forderung setze sich aus einer fünfprozentigen linearen Erhöhung und weiteren Verbesserungen zusammen. Zentral ist für die Mediziner auch eine starke Anhebung der Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Berlin und Hessen gehören nicht der TdL an.

 

 

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