17.03.2015 | Lehrerverband

IT-Ausstattung an Schulen hinkt hinterher

Schulen haben in Sachen IT noch Nachholbedarf.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Schulen in Deutschland sind nach Ansicht des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) bei der Ausstattung mit moderner Informationstechnologie immer noch rückständig.

Eine professionelle Ausstattung gebe es in den meisten Fällen nicht, kritisierte der VBE am Freitag bei der Eröffnung des Deutschen Schulleiterkongresses in Düsseldorf.

Der Bundesvorsitzende Udo Beckmann verwies auf eine repräsentative Lehrer-Befragung des Politikforschungsinstituts Forsa für den VBE. Demnach gaben nur 47 Prozent der Befragten an, dass sich an ihrer Schule IT-Fachpersonal um die Ausstattung und Sicherheit kümmere. In den meisten Fällen werde die Aufgabe hingegen einzelnen Fachlehrern überlassen.

Medienkompetenz könne nur vermittelt werden, wenn die IT-Ausstattung «nicht mehr mittelalterlich» sei und Lehrer nicht länger darauf angewiesen seien, sich dafür privat fortzubilden, unterstrich Beckmann. Auch an anderer Stelle gebe es viel Handlungsbedarf: «Schulleiter brauchen Anerkennung und eine angemessene Bezahlung.» Daran hapere es weiterhin.

Beim 4. Deutschen Schulleiterkongress diskutieren rund 2000 Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum noch bis Samstag über Schule der Zukunft. Rund 100 Referenten beleuchten die Themenfelder guter Unterricht, Personalentwicklung, Schulmanagement und Kooperation mit außerschulischen Partnern.

Zu den Hauptreferenten zählen neben vielen Bildungsforschern die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann, der Wissenschaftler Ranga Yogeshwar und Ex-Fußball-Profi Paul Breitner. In seinem Vortrag «Schulleitung ist Leistungssport» gab Breitner den Pädagogen einen Zehn-Punkte-Katalog zum Erfolg an die Hand. «Ich erwarte von den Schulen, dass das Individuum im Mittelpunkt steht», betonte er. «Jeder hat das Recht, gefördert zu werden.»

Schlagworte zum Thema:  Lehrer, IT-Technik

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