Der Streit um einen Tarifvertrag Entlastung ist zu Ende und mit ihm ein langer Streik an den Unikliniken in Düsseldorf und Essen. Für eine Entlastung der Beschäftigten in den Krankenhäusern werden jeweils 180 neue Stellen eingerichtet.

Bereits vier erfolglose Verhandlungsrunden hatten ver.di und die beiden Unikliniken Düsseldorf und Essen hinter sich. Doch jetzt hat der Streit ein Ende: Die Verhandlungsparteien haben sich auf 180 neue Stellen in den Unikliniken geeinigt. Ver.dis Ziel einer spürbaren Entlastung für die Beschäftigten wurde damit laut eigener Aussage erreicht.

Hintergrund der langen Streiks

Grundlage für die Verhandlungen war der Tarifvertrag der baden-württembergischen Unikliniken. Laut Ver.di ist die Ausgangssituation in Baden-Württemberg jedoch deutlich besser als in Nordrhein-Westfalen, weshalb Anpassungen notwendig waren. Von Hagen, der bei ver.di Nordrhein-Westfalen für Krankenhäuser zuständig ist, hielt die Forderungen nach 200 zusätzlichen Pflegekräften für nicht überzogen.

Zunehmende Sorge um die Krankenversorgung

In einem offenen Brief baten Klinikdirektoren/-direktorinnen den NRW-Ministerpräsidenten Laschet um Vermittlung im Streik am Universitätsklinikum Düsseldorf. Es stehe unmittelbar bevor, dass dringlich notwendige Operationen nicht mehr zeitnah durchgeführt werden können und zeitkritische Krebstherapien nur verzögert stattfinden. So konnten nur ca. 700 Patienten anstelle von 1.100 Menschen stationär versorgt werden.

Angebote der Unikliniken

Die Unikliniken Düsseldorf und Essen hatten u.a. folgende Angebote gemacht:

·         100 zusätzliche Stellen in der Pflege

·         Ein Konsequenzenmanagement bei Personalengpässen

·         Feste Regelungen zur Nachtbesetzung auf den Stationen

·         Sicherstellung/Verbesserung der praktischen Ausbildung in der Pflege

Ver.di lehnte ab. Das größte Düsseldorfer Krankenhaus wurde ungefähr sieben Wochen bestreikt. Das Ergebnis: Ver.di hat 180 neue Stellen durchgesetzt.

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