| Bildungspolitik

Länder sollen mehr in Bildung investieren

Die Bundesländer sollen nach Auffassung des Beamtenbundes die Arbeitsbedingungen für Lehrer verbessern und so Personalknappheit vorbeugen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Deutsche Beamtenbund dbb fordert die Länder auf, mehr in Bildung zu investieren. In einigen Bundesländern wird der Mangel an Lehrkräften bereits zum Problem.

Der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt bekräftigte am 23. September 2016 beim Gewerkschaftstag des Sächsischen Lehrerverbandes (slv) in Chemnitz Forderungen nach Entgelterhöhungen und mehr Entgeltgerechtigkeit.

Verbesserungen bei der Vergütung und Verbeamtungen gefordert

"Bei der Einkommensrunde 2017 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder wird es neben der allgemeinen Einkommensentwicklung erneut um Verbesserungen bei der Entgeltordnung für Lehrkräfte gehen. Für das Bildungssystem ist ausgezeichnet qualifiziertes Personal elementar. Wer hier knausert, spart unsere Zukunft kaputt. Daran werden wir die Länder nachdrücklich erinnern", so der dbb Chef.

Das Land Sachsen habe zuletzt zu spüren bekommen, wohin ausbleibende Investitionen führen, sagte Dauderstädt: "Der Freistaat galt lange als vorbildlich, schnitt in Bildungsvergleichen unter den Ländern gut ab. Nun aber gibt es massive Probleme bei der Nachwuchsgewinnung." Ein Grund dafür ist, dass Sachsen - anders als viele andere Bundesländer - seine Lehrkräfte nicht verbeamtet. Diese Option muss nach Ansicht von Dauderstädt wieder auf den Tisch. Aber auch darüber hinaus müsse mehr für die Attraktivität der Lehrerberufe getan werden.

Ausdrücklich dankte der dbb Chef dem slv und seinem Vorsitzenden Jens Weichelt, der auch Mitglied des Bundesvorstandes und der Geschäftsführung der Bundestarifkommission des dbb ist, für "Kampagnenfähigkeit und Entschlossenheit", die sich nicht zuletzt in einem hervorragenden Ergebnis bei den sächsischen Personalratswahlen niedergeschlagen hätten.

Schlagworte zum Thema:  Bildung, Bundesland, Investition

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