27.11.2015 | Sozial- und Erziehungsdienst

Kündigung einer Erzieherin im Kita-Skandal unwirksam

Die erste Kündigung war unwirksam, über die zweite wird noch entschieden.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Im vermeintlichen Mainzer Kita-Skandal hat ein Gericht die Kündigung einer Erzieherin für unwirksam erklärt. Das gelte sowohl für die fristlose als auch für die ordentliche Kündigung, entschied das Arbeitsgericht Mainz am Donnerstag.

Es sprach von inhaltlichen und formalen Mängeln. Die Frau hatte gegen den Träger der Kita, das Bistum Mainz, geklagt. Dieses wollte das Urteil zunächst nicht kommentieren.

Zuvor hatte der Anwalt des Bistums allerdings im Gericht den Sinn einer Weiterbeschäftigung der Frau angezweifelt. Das Vertrauen der Eltern in das frühere Kita-Personal sei zerstört, sagte er bei der Verhandlung. Gegen eine zweite ordentliche Kündigung, die im November die Klägerin erreichte, will die Frau nun ebenfalls vorgehen.

Im Sommer waren Vorwürfe laut geworden, es habe mutmaßliche sexuelle Übergriffe und Gewalt unter Kindern in der katholischen Kita im Stadtteil Weisenau gegeben. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft konnten das nicht bestätigen, wie die Behörde vor kurzem bekanntgab. Kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte das Bistum alle sechs Erzieherinnen und einen Erzieher fristlos entlassen.

Schlagworte zum Thema:  Erzieher, Kita, Kündigung

Aktuell

Meistgelesen