03.03.2016 | Rheinland-Pfalz

Kommunen wollen steigende Gewalt gegen Behördenmitarbeiter verhindern

Kommunen wollen Mitarbeiter stärker schützen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Kreise, Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz wollen einen weiteren Anstieg von Gewalt gegen Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst verhindern.

Die Spitzenverbände und der dbb Beamtenbund Rheinland-Pfalz unterzeichneten am Mittwoch in Mainz eine Erklärung. Darin verurteilen sie körperliche Angriffe, verbale Belästigungen und das Mitführen von Waffen bei Behördenbesuchen. Sie wollen gemeinsam eine Strategie gegen Gewalt auf den Weg bringen.

Gewalt gegen Personal soll entgegengewirkt werden

«Drastisch zunehmende Beleidigungen, Bedrohungen und körperliche Übergriffe sind inzwischen leider auch in vielen Kommunalverwaltungen Alltagsbestandteil», sagte der Vorsitzende des Städtetages, der Pirmasenser Oberbürgermeister Bernhard Matheis (CDU). «Gewalt gegen das Personal tolerieren wir nicht und gehen mit der nötigen Härte dagegen vor.» Die dbb-Landesvorsitzende Lilli Lenz betonte, die Dienststellen stünden ohne jeden Vorbehalt hinter den Mitarbeitern.

In der Erklärung heißt es, eine «Anti-Gewalt-Kultur» solle etabliert und ausgebaut werden. Zivilcourage solle gefördert werden, Opfer von Gewalt sollten Hilfe bekommen.

Schneller Schmerzensgeld für geschädigte Beamte

Die rot-grüne Landesregierung hatte am Dienstag angekündigt, sie wolle Landesbeamten, die im Dienst geschädigt wurden wie etwa nach gewaltsamen Attacken, künftig schneller ein Schmerzensgeld zusichern.

Schlagworte zum Thema:  Rheinland-Pfalz, Kommunen, Gewalt, Beschäftigte

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