| Sozial- und Erziehungsdienst

Kommunen im Kita-Streit kompromisslos

Kommunen fühlen sich durch Tarifforderungen im Sozial- und Erziehungsdienst überfordert.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die steigenden Ausgaben für Asylbewerber verschärfen den Streit um eine bessere Bezahlung von Kita-Beschäftigten. Schon die Einkommensverbesserungen, die im Schlichterspruch Ende Juni vorgesehen waren, bringen viele Kommunen an die Belastungsgrenze.

Die Kommunen würden den Gewerkschaften «schon wegen der großen Flüchtlingsbelastung keine Zugeständnisse machen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg. «Auch Streiks werden wir nicht auffangen können.» Das werde die Eltern finanziell voll treffen.

«Ich appelliere an die Gewerkschaften, den Zusammenhang zwischen der angespannten Finanzlage der Kommunen, unter anderem durch die hohen Kosten für die Flüchtlinge, und unrealistischen Gehaltsforderungen der Kita-Beschäftigten zu erkennen und einzulenken», sagte Landsberg.

Mehrbelastung der Kommunen auch bei Annahme des Schlichterspruchs

Städtetagspräsidentin Eva Lohse erklärte, schon nach dem Ergebnis der letztlich gescheiterten Schlichtung kämen erhebliche Belastungen auf die Haushalte der Kommunen zu. Besonders treffe das finanzschwache Städte und Gemeinden mit hohen sozialen Ausgaben.

Die Gewerkschaftsvertreter hatten die Schlichterempfehlung zunächst akzeptiert, ihre Basis hatte den Vorschlag dann aber abgelehnt. Eine neue Verhandlungsrunde war Anfang August ohne Ergebnis geblieben. Gibt es keine Einigung, drohen ab Oktober neue Streiks.

In dem Schlichterspruch von Ende Juni waren Einkommensverbesserungen zwischen 2 und 4,5 Prozent für die Beschäftigten im Erziehungs- und Sozialbereich vorgesehen.

Schlagworte zum Thema:  Kita, Tarifverhandlung, Erzieher

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