| Einigung im Kita-Streit

Kommunen fordern rasche Zustimmung der Basis

Bsirske: Bis Ende Oktober soll Klarheit herrschen.
Bild: KAY HERSCHELMANN

Nach der Einigung im Kita-Tarifstreit pocht der Deutsche Städte- und Gemeindebund auf eine schnelle Zustimmung der Gewerkschaftsbasis.

«Wir erwarten, dass die Mitglieder der Gewerkschaften diesem Beschluss nunmehr endgültig zustimmen», sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, der «Passauer Neue Presse».

Das Finanzvolumen sei «weitgehend gleich geblieben» und orientiere sich an der Größenordnung des Schlichterspruchs. «Damit sind die Kommunen schon an die Schmerzgrenze gegangen, da ihre finanziellen Spielräume gering sind», sagte Landsberg. «Es ist gut, dass jetzt keine weiteren Streiks stattfinden. Das wäre eine unzumutbare Belastung für die Eltern, die Städte, aber auch die Kinder gewesen.»

Gewerkschaften und Arbeitgeber hatten sich am Mittwoch in dem zähen Tarifstreit geeinigt. Im Vergleich zu einem von den Gewerkschaftsmitgliedern im Sommer abgelehnten Schlichterspruch soll es Verbesserungen geben. Diese sind vor allem für jüngere Erzieherinnen und Sozialarbeiter vorgesehen. Vollzeitbeschäftigte sollen zwischen 93 und 138 Euro mehr im Monat erhalten. Nachdem die Verhandlungskommission von Verdi einstimmig für eine Annahme votiert hat, soll die Bundestarifkommission am Freitag in Fulda ein Votum abgeben und eine Urabstimmung einleiten. Nach Angaben von Verdi-Chef Frank Bsirske soll bis Ende Oktober Klarheit herrschen.

Schlagworte zum Thema:  Kita, Streik, Kommune

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