20.03.2014 | TVöD Tarifrunde 2014

Kommunale Arbeitgeber sehen wenig Spielraum für Tariferhöhungen

Viele Kommunen schreiben rote Zahlen.
Bild: Windorias ⁄

Unmittelbar vor Beginn der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst haben die Arbeitgeber die Gewerkschaftsforderungen nochmals strikt zurückgewiesen.

Thomas Böhle, der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber, bezifferte das Gesamtvolumen der Gewerkschaftsforderungen am Donnerstagmorgen mit 7,1 Prozent. Dies sei «einfach extrem hoch», sagte er im ZDF-«Morgenmagazin». «Das muss runter.»

Verdi und der dbb-Beamtenbund fordern für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen neben dem Sockelbetrag von 100 Euro einen Einkommenszuwachs von 3,5 Prozent.

«Ich verhehle nicht, der Sockel ist ein großes Problem für uns», sagte Böhle. Dadurch würden zum Beispiel für kommunale Unternehmen Dienstleistungen sehr teuer und ihre Wettbewerbsfähigkeit mit privaten Unternehmen erschwert. «Es ist ja eh so, dass in den Gruppen im öffentlichen Dienst bis zu 25, 30 Prozent besser bezahlt wird als bei Privaten.»

Insgesamt sieht Böhle wenig Spielraum für Tariferhöhungen: «Ein Drittel der Kommunen schreibt rote Zahlen, die Hälfte der Landkreise schreibt rote Zahlen.» Böhle schloss nicht aus, dass die Arbeitgeber an diesem Donnerstag oder Freitag ein Angebot vorlegen werden. «Aber es ist nicht notwendig, um ein Ergebnis zu erzielen.»

Schlagworte zum Thema:  Kommunale Arbeitgeber, Streik, TVöD

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