| Sozial- und Erziehungsdienst

Kita-Streiks gehen in die zweite Woche

Kita.Streiks gehen weiter.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Streiks in den kommunalen Kindergärten gehen an diesem Montag in die zweite Woche.

Verdi und GEW verlangen für die bundesweit 240.000 Beschäftigten, eine bessere Eingruppierung - im Schnitt geht es etwa um 10 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände hält das für unbezahlbar und hatte die Gewerkschaften zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgerufen.

Streiks werden fortgesetzt

Bisher gebe es «leider noch kein verhandlungsfähiges Angebot», teilte erklärte die Leiterin der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für Nordrhein-Westfalen, Gabriele Schmidt, mit.

Vergangene Woche legten nach Angaben von Verdi täglich rund 10.000 Beschäftigte der Sozial- und Erziehungsdienste in NRW die Arbeit nieder. Rund 1.000 von insgesamt rund 2.400 kommunalen Kitas seien geschlossen geblieben. Auch Jugend- und Behinderteneinrichtungen arbeiteten stark eingeschränkt.

In mehreren Städten hat Verdi wieder Aktionen geplant. Die Gewerkschaft will zum Beispiel die Stadt Wuppertal dazu bringen, dass die während des Kita-Streiks eingesparten Erzieher-Gehälter von rund 350.000 Euro wöchentlich als Investitionen in die Kindergärten fließen. Für einen solchen Einwohnerantrag an die Stadt sollen ab Montagnachmittag an allen Schwebebahnhaltestellen Unterschriften gesammelt werden. Mindestens 4.000 Unterschriften sind dafür nötig.

Hingegen sollten die Eltern die Kita-Gebühren, die sie während des Streiks zahlen mussten, nach Ansicht der Gewerkschaft erstattet bekommen. Mehrere Städte hätten bereits beschlossen, den Eltern die Gebühren anteilig zu erstatten.

Bundesweite Streiks

Auch in anderen Bundesländern wie z.B. Thüringen, Sachsen-Anhalt,  Sachsen,  Baden-Württemberg, Hamburg, Schleswig-Holstein und Brandenburg wird weiter gestreikt. Teilweise wurde angekündigt, die Streiks auch nach Pfingsten fortzusetzen.

Schlagworte zum Thema:  Kita, Streik

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