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Kirchenmusiker darf 13 Jahre nach Kündigung wieder hoffen

Ein katholischer Kirchenmusiker kämpft 13 Jahre nach seinem Rauswurf um die Rückkehr an seinen Arbeitsplatz. Hat er einen Anspruch auf Wiederaufnahme des Verfahrens?

Die katholische Kirche hatte dem Musiker 1998 gekündigt, weil er sich von seiner Ehefrau getrennt hatte und vor der Scheidung eine außereheliche Beziehung eingegangen sein soll. Vor den deutschen Arbeitsgerichten hatte der Organist stets verloren. Dann lag sein Fall sieben Jahre lang beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte - bis er dort im vergangenen Jahr gewann.

Der Gerichtshof sieht die Menschenrechte des Klägers verletzt. So sei gegen Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention, die Achtung des Privat- und Familienlebens, verstoßen worden. Am kommenden Mittwoch verhandelt nun das Landesarbeitsgericht in Düsseldorf über eine Wiederaufnahme seines Verfahrens, kündigte ein Gerichtssprecher an. Kernpunkt des Streits (Az.: 7 Sa 1427/10) ist zunächst die Frage, ob auch Fälle, die vor 2006 rechtskräftig abgeschlossen waren, neu aufgerollt werden können.

 

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