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Jeder fünfte Azubi im öffentlichen Dienst aus Migrantenfamilie

Berlin steigert den Anteil der Azubis mit Migrationshintergrund.
Bild: Haufe Online Redaktion

Berlin rühmt sich seiner Weltoffenheit. Menschen aus mehr als 180 verschiedenen Nationen leben hier. Berlins Ziel, ihren Anteil im öffentlichen Dienst zu steigern, macht Fortschritte.

Berlins öffentlicher Dienst wird immer multinationaler: Jeder fünfte neue Azubi dort hat inzwischen ausländische Wurzeln. Der Anteil der Auszubildenden mit Migrationshintergrund stieg 2013 um 2,1 Punkte auf 20,5 Prozent, teilte die Integrationsbeauftragte Monika Lüke am Mittwoch mit.

Die mehr als 50 Landesbetriebe steigerten deren Anteil im vergangenen Jahr sogar um 5,5 Punkte auf jetzt 22,6 Prozent. Ganz vorn liegen dabei die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG): Drei von zehn Azubis haben dort einen Migrationshintergrund. Der Klinikbetrieb Vivantes folgt mit einer Quote von 26,4 Prozent. Diese Zahlen dokumentierten eine ermutigende Entwicklung, so Lüke.

Auch die Polizei gehört zu den Spitzenreitern in Berlin: Dort kam fast jeder Vierte (22,8 Prozent) der neuen Auszubildenden aus einer Einwandererfamilie. Die Senatsverwaltungen erreichten ebenfalls ihr Ziel, ein Viertel ihrer Auszubildenden aus Migrantenfamilien zu rekrutieren.

Auf Bezirksebene gibt es deutliche Unterschiede: Dort liegen Spandau und Marzahn-Hellerdorf weit vorn. In Spandau hat inzwischen jeder zweite Azubi ausländische Wurzeln, in Marzahn-Hellersdorf beträgt ihr Anteil immerhin 43,5 Prozent. Der Bezirk sei gezielt gegen die Jugendarbeitslosigkeit vorgegangen, erläuterte Lüke. Es folgen Tempelhof-Schöneberg (35 Prozent), Friedrichshain-Kreuzberg (33,3 Prozent) und Neukölln (29,4 Prozent).

Einen leichten Rückgang und damit noch ein Defizit stellte die Integrationsbeauftragte bei den neu eingestellten Studierenden im Öffentlichen Dienst fest. Ihr Anteil sank 2013 im Vergleich zum Vorjahr von 18,2 auf 17,5 Prozent. Von den neuen sogenannten dualen Studenten in Landesbetrieben, die berufsbegleitend studieren, hatten nur 8,3 Prozent einen Migrationshintergrund.

Schlagworte zum Thema:  Auszubildende, Öffentlicher Dienst

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