20.03.2015 | Baden-Württemberg

Integrationsministerium will mehr Migranten im öffentlichen Dienst

Migranten sind im öffentlichen Dienst noch unterrepräsentiert.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

In Baden-Württemberg sollen künftig mehr Migranten im öffentlichen Dienst arbeiten.

Mit der Kampagne des Integrationsministeriums «Vielfalt macht bei uns Karriere - Willkommen im öffentlichen Dienst» sollen verstärkt Menschen mit ausländischen Wurzeln für Behörden gewonnen werden. «Gerade einmal 14 Prozent aller Erwerbstätigen im öffentlichen Dienst haben einen Migrationshintergrund, damit sind diese Menschen klar unterrepräsentiert», sagte Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD) am Donnerstag in Stuttgart.

Mit Messeauftritten, einer speziellen Internetseite, Besuchen in Schulen und über Social Media sollen junge Menschen auf ihre Chancen im öffentlichen Dienst aufmerksam gemacht werden. Der mittlerweile auch in Behörden drohende Fachkräftemangel müsse dringend verhindert werden. Die neue Zielgruppe solle nun aber nicht als «Lückenbüßer» betrachtet werden. «Diese Menschen repräsentieren aber die Vielfalt unserer Gesellschaft, und deshalb gehören sie auch in den öffentlichen Dienst», sagte Karl Röckinger, Vizepräsident des Landkreistags.

Hintergrund der Kampagne ist, dass zwar jeder vierte Arbeitnehmer im Südwesten ausländische Wurzeln hat, aber nur rund jeder siebte im öffentlichen Dienst. Die Kampagne ist in Zusammenarbeit mit den kommunalen Landesverbänden, dem Beamtenbund und dem Deutschen Gewerkschaftsbund entstanden.

Schlagworte zum Thema:  Öffentlicher Dienst, Migranten, Fachkräftemangel

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