15.04.2013 | Elektronische Verwaltung

Innenministerium verteidigt Pläne für elektronische Verwaltung

Bild: Haufe Online Redaktion

Das Bundesinnenministerium will Verwaltung und Behörden ins digitale Zeitalter holen. Das sieht das E-Government-Gesetz vor, das kommende Woche im Bundestag verabschiedet werden soll.

Bürger sollen dann etwa die Geburtsurkunde eines Kindes, Kindergeld oder Rente elektronisch beantragen können und nicht mehr zwingend Papierformulare ausfüllen und unterschreiben müssen. Behördengänge sollen auch über Formulare im Internet erledigt werden können. Dabei sollen sich Bürger über die elektronischen Funktionen des neuen Personalausweises identifizieren. Auch Kommunen müssen künftig elektronische Behördengänge anbieten. Die Regelungen sollen bis Mitte 2014 umgesetzt werden.

Ein anderes Verfahren der sicheren elektronischen Kommunikation mit der Verwaltung, die sogenannte De-Mail, erntete zuvor heftige Kritik. Der Chaos Computer Club bezeichnete das Sicherheitsniveau als «lächerlich» und forderte «das gescheiterte Projekt De-Mail ersatzlos zu streichen». Andere Verschlüsselungstechniken seien für Normalnutzer aber abschreckend kompliziert, erklärte das Innenministerium. «Die Leute müssen es am Ende auch nutzen», sagte der Parlamentarische Staatssekretär Ole Schröder am Donnerstag. Die De-Mail sei «ein absolut sicheres Verfahren.» Neben dem Bundestag müssen auch die Länder im Bundesrat dem Gesetz zustimmen.

Schlagworte zum Thema:  E-Government, Verwaltung, Kindergeld, Personalausweis

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