Im öffentlichen Dienst steigt die Anzahl unbesetzter Stellen

Die Anzahl unbesetzter Stellen im öffentlichen Dienst des Bundes ist 2017 weiter gestiegen. Konkret waren es 34.714,01 unbesetzte Stellen – das sind rund 11.000 Stellen mehr als noch im Jahr 2009. Die Linksfraktion sieht einen Zusammenhang mit der Vergütung im öffentlichen Dienst.

Seit 2009 steigt die Anzahl unbesetzter Stellen im öffentlichen Dienst des Bundes stetig und zwar um jeweils rund 2.000 Stellen pro Jahr. Zu den unbesetzten Stellen in den Ländern und Kommunen kann der Bund keine Angaben machen. Dort fehlen aber nach einer Einschätzung des dbb vor allem Arbeitskräfte im Bereich Bildung und Erziehung.

Öffentlicher Dienst muss attraktiver werden

Der dbb-Vorsitzende Ulrich Silberbach ist der Meinung, dass der öffentliche Dienst auf Bundesebene dringend attraktiver gestaltet werden muss. Zwar sei er führend bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber weit hintendran was den Wettbewerb mit der freien Wirtschaft um Fachkräfte betrifft. „Der Bund ist als Arbeitgeber offenbar immer weniger gefragt“, so die Sprecherin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann. Das hänge auch mit der Vergütung zusammen.

Forderung nach besserer Vergütung

Um die Vergütung geht es gerade bei den laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen. In den vergangenen Tagen gab es deswegen auch mehrere Warnstreiks. Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro im Monat mehr. Die Arbeitgeber lehnen den geforderten Mindestbetrag ab.

 

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dpa / Bundestag
Schlagworte zum Thema:  Öffentlicher Dienst, Tarifverhandlung