11.03.2015 | Tarifverhandlungen Hessen

Hessens Landesbeschäftigte streiken erstmals in neuem Tarifkonflikt

Auch Landesbeschäftigte in Hessen fordern ein Gehaltsplus von 5,5 Prozent.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Nun stehen auch in Hessen die Zeichen auf Warnstreik. Die Angestellten des Landes sollen in den Ausstand treten. Die Gewerkschaften wollen damit den Druck erhöhen.

Wenige Tage nach dem Auftakt der Tarifverhandlungen sind die rund 45.000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Hessen heute zu einem Warnstreik aufgerufen. Davon betroffen sein könnten Landesbehörden, Hochschulen, Schulen und Theater. Zumindest für die Schulen rechnet das hessische Kultusministerium aber nicht mit größeren Auswirkungen, da die meisten Lehrer Beamte sind und nicht streiken dürfen. Auch Beschäftigte der Uniklinik Frankfurt sind aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen.

Tarifverhandlungen wurden vertagt

Hintergrund sind die Tarifverhandlungen der Gewerkschaften mit dem Land. Sie waren am vergangenen Freitag nach der ersten Runde ergebnislos vertagt worden. Die Gewerkschaften verlangen unter anderem ein Gehaltsplus von 5,5 Prozent, mindestens aber 175 EUR pro Monat mehr. Innenminister Peter Beuth (CDU) hält dies für nicht finanzierbar. Da Hessen nicht mehr Mitglied in der Tarifgemeinschaft der Länder ist, verhandelt es eigenständig mit den Gewerkschaften.

Warnstreiks auch in anderen Bundesländern

Auch in anderen Bundesländern soll es zu Warnstreiks kommen. Beamte sollen sich an der Demonstration beteiligen, allerdings in ihrer Freizeit.

Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert auch bundesweit 5,5 Prozent mehr Geld und die Übertragung des Tarifergebnisses auf Beamte. Dann würde der Abschluss für bundesweit rund 2,7 Millionen Beschäftigte und Pensionäre gelten. Bislang sind zwei Verhandlungsrunden ergebnislos geblieben, die dritte beginnt am 16. März in Potsdam. In Hessen wird erst Mitte April weiterverhandelt.

Schlagworte zum Thema:  Hessen, Warnstreik, Tarifverhandlung

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