16.04.2013 | Hessen

Noch kein Ergebnis bei Tarifverhandlungen

Bild: Haufe Online Redaktion

Ohne erkennbare Annäherung hat am Montag in Wiesbaden die entscheidende Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Hessen begonnen. Die Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent mehr Gehalt für die über 50 000 Angestellten.

Die Arbeitgeber unter ihrem Verhandlungsführer, Innenminister Boris Rhein (CDU), unterbreiteten bei den zweitägigen Gesprächen zum Auftakt ein erstes Angebot. Dieses werde noch sondiert, hieß es am späten Nachmittag aus Verhandlungskreisen.

Hessen hat 2004 als einziges Bundesland die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) verlassen und handelt die Löhne eigenständig aus. Für die übrigen Bundesländer wurde Anfang März bereis eine Übereinkunft erzielt, die über zwei Jahre verteilt eine Anhebung um 5,6 Prozent vorsehen.

Es sei eine «logische Konsequenz», dass Hessen zumindest den Bundesabschluss übernehme, sagte Achim Meerkamp von der Gewerkschaft Verdi zum Auftakt am Montag. «Wir wollen, dass die Beschäftigten in diesem Land Anschluss halten», forderte Willi Russ vom Deutschen Beamtenbund (dbb).

Rhein zeigte sich vor Beginn der Gespräche zuversichtlich über eine Einigung. Allerdings müsse das Land Rücksicht auf die Konsolidierung des Haushalts nehmen. Eine Erhöhung von 6,5 Prozent bedeute mehr als eine halbe Milliarde Euro zusätzliche Kosten im Jahr, falls das Ergebnis dann auf die Beamten übertragen werde.

Schlagworte zum Thema:  TV-L, Tarifrecht, Tarifvertrag

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