| Hessen

Hessens Beamte protestieren gegen geplante Einschnitte

Hessische Landesregierung will bei Beamten sparen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Beamten in Hessen wehren sich weiter gegen die geplanten Sparmaßnahmen der schwarz-grünen Landesregierung.

«Die Bürger müssen es ausbaden, wenn Stellen im öffentlichen Dienst abgebaut werden», sagte die Landesvorsitzende des Beamtenbundes dbb, Ute Wiegand-Fleischhacker. Sie warf Schwarz-Grün eine Politik «nach Gutsherrenart» vor.

Regierungsfraktionen verteidigen Sparkurs

Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und Grünen, Michael Boddenberg und Mathias Wagner, verteidigten den Sparkurs. Wegen der Schuldenbremse und der Konsolidierung des Landeshaushalts seien die Einschnitte notwendig. Da die Personalkosten fast die Hälfte des Haushalts ausmachten, könne dieser Bereich auch nicht von den Sparanstrengungen ausgenommen werden, erklärte Wagner.

«Wir wollen die Schuldenspirale durchbrechen», ergänzte Boddenberg und verwies darauf, dass die Beamtenbezüge in Hessen im bundesweiten Vergleich auf hohem Niveau lägen.

Nullrunde für 2015 und Stellenabbau bis 2018 geplant

Die Koalition plant eine Nullrunde für die Landesbeamten in diesem Jahr. Bis 2018 sollen 1.800 Stellen in der Landesverwaltung wegfallen. Bis zum Jahr 2019 wollen CDU und Grüne einen ausgeglichenen Haushalt erreichen.

Die Polizei-, Steuer-, Verwaltungs- und Kommunalgewerkschaften im Deutschen Beamtenbund (dbb) hatten in einer gemeinsamen Aktion bereits vor der Staatskanzlei ihrem Unmut über die Pläne der Landesregierung freien Lauf gelassen.

Schlagworte zum Thema:  Hessen, Sparmaßnahme, Beamte

Aktuell

Meistgelesen