12.07.2011 | Personal & Tarifrecht

Hessen: Beamte schicken Landesregierung «Protestgurken»

Die Botschaft ist: «Wir sind sauer.» Aus Protest gegen Pläne Wiesbadens, den Beamten im Land mit Verzögerung und nicht im vollen Umfang mehr Geld zu bezahlen, schickt der Beamtenbund der CDU/FDP-Regierungskoalition Delikatessgurken.

«Die Landesregierung und die sie tragenden Parteien beabsichtigen, das im öffentlichen Dienst Hessens für die Jahre 2011 und 2012 erzielte Tarifergebnis nicht eins zu eins auf die hessischen Beamten zu übertragen», kritisierte Walter Spieß, Vorsitzender des hessischen Beamtenbundes dbb.

Nach dem Gesetzentwurf der Koalition, der im August in zweiter und dritter Lesung im Landtag behandelt werden solle, müssten die Beamten ein halbes Jahr auf die Erhöhung ihrer Bezüge warten. Zudem sollen ihnen die in den Tarifvereinbarung für den öffentlichen Dienst zugesagte Einmalzahlung von 360 EUR vorenthalten werden. Außerdem sei bei den Ruhestandsbeamten eine Kürzung der monatlichen Sonderzahlung vorgesehen.

Nach den Vorstellungen der Landesregierung sollen die Beamtenbezüge von Oktober an um 1,5 Prozent steigen und ab Oktober 2012 um weitere 2,6 Prozent. Angestellte im öffentlichen Dienst erhalten seit April 1,5 Prozent mehr Geld, am 1. März 2012 kommen 2,6 Prozent hinzu, außerdem gibt es eine Sonderzahlung von 360 EUR.

 

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