6 Prozent mehr Gehalt für TV-L-Beschäftigte fordern die Gewerkschaften Bild: Corbis

Die Gewerkschaften verdi und dbb haben ihre Forderungen in der Tarifrunde 2017 für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder vorgelegt. Wichtigste Forderungen sind eine Erhöhung des Entgelts von 6 Prozent und Verbesserungen bei der Eingruppierung.

Der dbb und die ver.di-Bundestarifkommission fordern für die Tarif- und Besoldungsrunde 2017 im öffentlichen Dienst der Länder Verbesserungen im Gesamtvolumen von 6 Prozent.

Verbesserung der Eingruppierung und der Stufen im TV-L

Dies beinhaltet eine soziale Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages und die Einführung der Stufe 6 in den Entgeltgruppen 9 bis 15 sowie strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen. Dabei soll die Bezahlung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst und in der Pflege an die der Kommunen angeglichen werden.

Erhöhung der Vergütung und mehr Urlaub für Auszubildende

Für die Auszubildenden fordern die Gewerkschaften eine Erhöhung der Vergütungen um 90 Euro, einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen und die Übernahme nach der Ausbildung. Zudem sollen die schulischen Ausbildungsgänge, so etwa in den Gesundheitsberufen, in die Tarifverträge einbezogen werden. Darüber hinaus sollen sachgrundlose Befristungen im öffentlichen Dienst ausgeschlossen werden.

Verhandlungsbeginn der Tarifrunde im Januar 2017

ver.di führt die Tarifverhandlungen als Verhandlungsführerin mit den DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU sowie in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem dbb beamtenbund und tarifunion. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) gelten für rund eine Million Tarifbeschäftigte (800.000 Vollzeitstellen) und 40.000 Auszubildende im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen). Die Verhandlungen werden am 18. Januar 2017 in Berlin aufgenommen. Weitere Verhandlungstermine wurden für den 30. Januar 2017 (Potsdam) und 16. Februar 2017 (Potsdam) verabredet.

Übernahme des Tarifergebnisses für Beamte

Die Gewerkschaften fordern die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die 1,1 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 700.000 Versorgungsempfänger im Bereich der Länder sowie 185.000 Beamtinnen und Beamte und 115.000 Versorgungsempfänger im Bereich der Kommunen.

Schlagworte zum Thema:  TV-L, Entgeltordnung TV-L, Entgelt

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