Die öffentliche Verwaltung soll auch ohne umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen arbeiten können, fordert der Chef des Beamtenbundes. Bild: Haufe Online Redaktion

Die Gewalt gegen Amtsträger nimmt zu. Nach Auffassung des Beamtenbunds dbb muss das Recht auf Unversehrtheit wieder in den Fokus rücken und eine gesamtgesellschaftliche Debatte zu diesem Thema geführt werden.

Nach dem Messerangriff auf den Bürgermeister von Altena fordert der Beamtenbund dbb eine gesamtgesellschaftliche Reaktion.

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„Der Staat verliert langsam aber sicher die Kontrolle“, so Silberbach. Deswegen müssten die essentiellen Begriffe des Zusammenlebens und „die in unserem Grundgesetz verankerten Rechte wie etwa das auf Unversehrtheit“ wieder ins Zentrum gesellschaftlicher Debatten gerückt werden.

Soziale Benachteiligung könnte Auslöser sein

Es sei bedenklich, wenn Menschen immer häufiger keinen anderen Ausweg als die Anwendung von Gewalt sähen, so der dbb Chef. Gleichzeitig sei eine Zunahme von Verzweiflungstaten sozial Benachteiligter zu beobachten. „Da müssen wir uns vielleicht auch einmal fragen, ob unser Sozialstaat wirklich jeden so gut auffängt, wie es eigentlich sein sollte.“

Beamtenbund-Chef: Abschottung ist keine Lösung

Eine Abschottung des öffentlichen Dienstes durch Hochsicherheitsmaßnahmen hält der dbb Chef für die falsche Antwort auf die zunehmende Gewalt gegenüber Amtsträgern und Beschäftigten. „Wenn wir jede Behörde wie Fort Knox ausstatten, wäre das ein Ausdruck von Schwäche des Staates.“

Schlagworte zum Thema:  Beamtenbund, Öffentlicher Dienst, Beamte, Gewalt

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