20.03.2015 | TV-L Tarifrunde 2015

Ganztägiger Warnstreik an Schulen - Ausstand auch in Ämtern

Die Gewerkschaften machen noch einmal ernst.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Lehrer an allen Thüringer Schulen und Hochschulen für den kommenden Dienstag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Hintergrund ist die Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst der Bundesländer. Es sei am 24. März mit Unterrichtsausfall und weniger Betreuung zu rechnen, erklärte die Gewerkschaft am Donnerstag in Erfurt. Die Tarifbeschäftigten an staatlichen Schulen und Hochschulen seien aufgerufen, sich an einer gemeinsamen Kundgebung mit Beschäftigten aus Sachsen und Sachsen-Anhalt in Leipzig zu beteiligen.

Arbeitgeber und Gewerkschaften hatten sich auch in der dritten Verhandlungsrunde nicht auf Einkommensverbesserungen verständigt. Die Gewerkschaften fordern unter anderem 5,5 Prozent mehr Geld - mindestens aber 175 Euro mehr - und die einheitliche tarifliche Eingruppierung angestellter Lehrer. Sie werfen den Arbeitgebern vor, statt einer Erhöhung der Gehälter Einschnitte bei der Altersvorsorge anzustreben.

Außer Lehrern würden auch Beschäftigte der Straßenbauämter Nord- und Ostthüringen, des Landesamtes für Verbraucherschutz, des Universitätsklinikums Jena und anderer Landesdienststellen vorübergehend die Arbeit niederlegen, kündigte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Donnerstag an. Ihr Bundesvorsitzender Frank Bsirske rief dazu auf, ein «kräftiges Signal» zu setzen, um zu zeigen, was den Arbeitnehmern eine spürbare Lohnerhöhung und die Sicherung ihrer Altersversorgung wert sei.

Schlagworte zum Thema:  TV-L, Tarifverhandlung, Streik, Gewerkschaft, Ver.di

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