Frau mit Brustimplantaten darf sich als Schutzpolizistin bewerben Bild: Arno Bachert ⁄

Eine Frau mit einer maßvollen Brustvergrößerung darf sich für die Berliner Schutzpolizei bewerben. Das hat das OVG Berlin-Brandenburg entschieden.

Eine Frau bewarb sich bei der Berliner Schutzpolizei für den mittleren Dienst. Problematisch war, dass sie zuvor eine Brustvergrößerung hatte vornehmen lassen.

Die Polizeibehörde lehnte die Bewerbung ab, weil sie befürchtet, die Bewerberin könnte entweder im Polizeieinsatz durch Gewalteinwirkungen, die zur Beschädigung der Brustimplantate führen, oder durch Materialermüdung ernsthafte Gesundheitsprobleme erleiden und deshalb vorzeitig wegen Dienstunfähigkeit pensioniert werden.

OVG: Befürchtung einer vorzeitigen Dienstunfähigkeit unberechtigt

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandburg holte wissenschaftliche Gutachten eines Arztes und eines Werkstoffwissenschaftlers ein. Danach sind die Befürchtungen der Polizeibehörde bei den im Fall der Bewerberin verwendeten modernen Brustimplantaten, die nicht mehr die Nachteile früherer Produkte aufweisen, unberechtigt. Die Revision wurde nicht zugelassen.

(Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 28.3.2018, OVG 4 B 19.14)

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Schlagworte zum Thema:  Polizei, Einstellung, Beamte, Berlin

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