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Nutzung neuer Medien bei Polizei in Brandenburg

Kommunikation auch über soziale Medien.
Bild: Michael Bamberger

Behörden in Brandenburg, allen voran Polizei und Feuerwehren, präsentieren sich verstärkt im Internet. So soll die Bevölkerung besser informiert und Nachwuchs gelockt werden.

«Auf diese Weise können wir einer breiten Masse unsere Arbeit näher bringen», sagte der Sprecher des Brandenburgischen Feuerwehrverbands, Andreas Berger-Winkler. Zahlreiche Informationen könnten in kürzester Zeit auf Facebook gepostet oder auf die Webseite gestellt werden.

«Junge Leute sind heute alle im Internet unterwegs und da wollen wir sie abholen», so der Sprecher. Der Verband bietet seinen Mitgliedern Schulungen zur Öffentlichkeitsarbeit unter anderem mit dem Schwerpunkt Soziale Netzwerke an.

Bürger können online mit Behörden Kontakt aufnehmen

Auch die Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg in Oranienburg betreibt seit 2009 für ihre Nachwuchs- und Imagepflege eine eigene Facebookseite. Seit 2010 sei die Hochschule auch bei Twitter, Youtube und Google Plus aktiv, sagte Polizeisprecherin Anja Resmer. Besonders erfolgreich laufe seit 2003 die Seite «Internetwache». Diese bietet den Bürgern Kontaktdaten oder Polizeimeldungen. Zudem können online Strafanzeigen gestellt oder Verkehrsordnungswidrigkeiten bearbeitet werden.

So könnten die Bürger auf diesem Wege auch Anzeigen im Bereich der Wirtschaftskriminalität erstatten oder Versammlungen anmelden, sagte Resmer. «Auch Dank oder Beschwerden sind möglich.» Seit 2013 gebe es die «PolizeiBB-App». Sie erlaube Zugriffe auf einen «Dienststellenfinder», aktuelle Polizeimeldungen und -fahndungen, Warndienste und ein Notruftelefon.

Das Polizeipräsidium Potsdam ist nach eigenen Angaben bisher nicht in Sozialen Medien aktiv. «Verbrecherjagd via Facebook» sei in Brandenburg bislang kein Thema. Eine Arbeitsgruppe prüfe aber derzeit die Nutzungs- und Einsatzmöglichkeiten Sozialer Netzwerke, einschließlich der Risiken und Chancen. «Wir planen eine Fanpage bei Facebook sowie einen eigenen Twitter-Kanal», sagte eine Sprecherin der Behörde. Hausinterne Schulungen für Polizisten zum Umgang mit neuen Medien gebe es im Rahmen von Aus- und Fortbildung.

Soziale Dienste in der Justiz noch nicht verbreitet

In Sachen Soziale Onlinenetzwerke hinkt Brandenburgs Justiz noch hinterher. «Bisher ist nicht bekannt, dass Gerichte und Staatsanwaltschaften Dienste wie Facebook oder Twitter für ihre Präsentation im Internet oder zur Kommunikation nutzen», sagte Maria Strauss, Sprecherin des Justizministeriums. Dies sei auch nicht geplant. Seit Jahren werden aber auf den Homepages der Justizbehörden zahlreiche Informationen für den Bürger angeboten.

Die Bundespolizei mit Sitz in Brandenburg ist bereits seit 1997 mit einer eigenen Webseite im Internet präsent. Seit November 2013 verfügt sie außerdem über eine eigene Fanpage rund um das Thema Karriere. «Wir haben mit unseren Webauftritten bisher fast ausschließlich positive Erfahrungen gemacht», betonte eine Sprecherin. Die Facebook-Seite habe nach rund sieben Monaten mehr als 17.600 Fans.

Schlagworte zum Thema:  Brandenburg, Medien, Facebook, Feuerwehr, Online-Medien, Polizei

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