| Personal & Tarifrecht

Erneut Warnstreiks im öffentlichen Dienst

In Sachsen-Anhalt haben am Donnerstagmorgen weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen. In mehreren Städten legten bereits am frühen Morgen Mitarbeiter der Stadtreinigung die Arbeit nieder, Kitas blieben geschlossen.

«Die Wut unter den Mitarbeitern ist groß», sagte Verdi-Sprecher Oliver Greie am Morgen der Nachrichtenagentur dpa. Während im Magdeburger Landtag über höhere Verdienste für die Abgeordneten diskutiert wird, müssten die Arbeiter infolge der letzten Tarifabschlüsse Verluste bei den Reallöhnen hinnehmen. Zu einer zentralen Kundgebung mit Verdi-Chef Frank Bsirske in Halle werden mehr als 2000 Teilnehmer erwartet.

Von der bundesweiten Streikwelle waren am Donnerstag auch die Länder Sachsen, Thüringen, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg betroffen. Erst vor zwei Wochen hatte die Gewerkschaft mit einer bundesweiten Streikwelle unter anderem Stadtverwaltungen, Kitas und den Nahverkehr lahmgelegt.

Die Gewerkschaften fordern von den Arbeitgebern 6,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro im Monat. Das Angebot der Arbeitgeber - ab Mai 2,1 Prozent mehr Gehalt und ein weiteres Plus von 1,2 Prozent ab März 2013 - hatten sie ausgeschlagen. Damit wurden die Tarifverhandlungen am 13. März in Potsdam ohne ein konkretes Ergebnis vertagt. Die Gespräche sollen am 28. und 29. März fortgesetzt werden. Am Montag begann die zweite Warnstreikrunde im öffentlichen Dienst in Niedersachsen und Bremen.

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