14.01.2014 | Vergütung von Lehrkräften

Entgeltordnung für Lehrer in der Diskussion

Vergütung von Lehrern soll einheitlich geregelt werden.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

In den seit Jahren schwelenden Konflikt um die tarifvertragliche Absicherung der rund 200.000 angestellten Lehrer in Deutschland kommt Bewegung. Der Deutsche Beamtenbund dbb strebt einen Abschluss mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder an.

Vor dem Treffen mit Vertretern der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) am 15. Januar 2014 sagte der Zweite Vorsitzende und Fachvorstand Tarifpolitik des dbb, Willi Russ, der dbb strebe einen Abschluss mit der TdL an, und dies notfalls auch ohne die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Sollte die TdL attraktive Angebote machen, werde er diese nicht zurückweisen. „Ich bedauere sehr, dass sich die GEW derzeit nicht auf gemeinsame Verhandlungen einlässt“, fügte Russ hinzu.

Große Gehaltsunterschiede bei Lehrern

Bisher haben Lehrer keinen Tarifvertrag, der regelt, bei welcher Qualifikation und Tätigkeit für sie welche Gehaltsgruppe gilt. Das legen bislang die Länder in eigener Hoheit fest, was in der Praxis zu großen Gehaltsunterschieden führt. Zum einen gibt es Rückstände gegenüber verbeamteten Kollegen, zum anderen auch ein wachsendes Gehaltsgefälle zwischen den Bundesländern. Dies kann laut dbb bei vergleichbarer Tätigkeit bis zu 530 EUR monatlich ausmachen.
Nachdem sich die TdL stets gegen eine Tarifregelung gesperrt und der Streit darüber schon mehrere Einkommensrunden für die Landesbediensteten belastet hatte, gibt es nun ein Bemühen um eine Lösung.
Ziel der Verhandlungen ist es, vor Jahresende ein Ergebnis zu erzielen, denn dann kommt die nächste reguläre Einkommensrunde für den öffentlichen Dienst der Länder.

Schlagworte zum Thema:  Lehrer, Entgeltordnung, Vergütung, Gehalt

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