19.03.2015 | Pflegeeinrichtungen

Entbürokratisierung soll mehr Zeit für Pflege bringen

Bald mehr Zeit für Pflege?
Bild: Haufe Online Redaktion

Mit der Umstellung auf ein vereinfachtes Dokumentationssystem sollen Pflegekräfte in Sachsen als erste in Ostdeutschland von einem Teil des Papierkrams befreit werden.

Schulungen durch ein Team des Pflege-Beauftragten der Bundesregierung hätten bereits begonnen, teilte der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) am Mittwoch in Leipzig mit. Mit dem neuen System werde mehr Zeit für die Pflegebedürftigen geschaffen. Bisher müssten Pflegekräfte zu Abrechnungszwecken etwa ein Drittel ihrer Arbeitszeit für die Dokumentation ihrer Leistungen aufwenden.

«Das neue System beschränkt die Dokumentation auf das Notwendigste», erklärte der sächsische bpa-Landesvorsitzende Matthias Faensen. Enormer bürokratischer Aufwand werde vermieden. «Davon profitieren die Pflege- und Hilfebedürftigen ebenso wie deren Angehörige.»

Krankenkassen und Pflegeeinrichtungen hatten sich nach monatelangen Beratungen im Sommer vergangenen Jahres auf eine Reform der Dokumentationspflichten verständigt. Nach mehreren westdeutschen Bundesländern soll nun mit Sachsen erstmals auch im Osten auf das neue System umgestellt werden. Zunächst werden sogenannte Multiplikatoren geschult, die ihr Wissen dann an die Mitarbeiter der Pflegeheime und ambulanten Dienste weitergeben sollen.

Schlagworte zum Thema:  Pflege, Bürokratie

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