29.02.2012 | Personal & Tarifrecht

Die Tarifforderungen der Gewerkschaften

Die Tarifrunde 2012 beginnt in diesem Frühjahr mit dem Öffentlichen Dienst, der Metall- und Elektroindustrie und der Chemieindustrie. Weitere Branchen werden folgen. Nach der Lohnzurückhaltung der Gewerkschaften in den vergangenen Jahren werden harte Auseinandersetzungen erwartet.

ÖFFENTLICHER DIENST: Für die rund zwei Millionen Tarifbeschäftigen bei Bund und Kommunen verlangen die Gewerkschaft Verdi und die Tarifunion des Beamtenbundes 6,5 Prozent mehr Geld - mindestens aber 200 Euro. Die kommunalen Arbeitgeber nennen die Forderung «illusorisch» und verweisen auf die hohen Schulden der Kommunen. Die erste Verhandlungsrunde ist am 1. März in Potsdam.

Wir werden aktuell über die Entwicklung berichten.

METALL UND ELEKTRO: Für die rund 3,6 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall «bis zu 6,5 Prozent» mehr Geld - bei einer kurzen Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. Zugleich will die IG Metall die unbefristete Weiterbeschäftigung von Ausgelernten und mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeitern erwirken. Die Metall-Arbeitgeber weisen die Forderungen als unrealistisch zurück. Im Metall- und Elektrobereich gibt es sieben regionale Tarifbezirke. Den Verhandlungsauftakt bestreiten am 6. März Baden-Württemberg, Niedersachsen und die Region Mitte mit Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

CHEMIE: Für die rund 550.000 Mitarbeiter in der Chemieindustrie sollen nach der Forderung der Gewerkschaft IG BCE die Löhne um 6 Prozent steigen. Die Verhandlungen beginnen Mitte April in Hessen. Die Arbeitgeber verlangen Abstriche bei den bisher tarifvertraglich vereinbarten Arbeitszeitermäßigungen für Beschäftigte ab 55 Jahre.

 

 

 

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