| Flüchtlingszustrom

dbb würdigt Engagement der öffentlichen Verwaltung bei der Betreuung von Flüchtlingen

In den Städten und Gemeinden wird zur Bewältigung des Flüchtlingszustroms viel geleistet.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die öffentliche Verwaltung steht durch die hohe Zahl von Flüchtlingen vor riesigen Herausforderungen. Die Anstrengungen, die auf allen Ebenen unternommen werden, um die Aufnahme und Betreuung der Flüchtlinge zu gewährleisten, wurde vom Beamtenbund dbb gewürdigt.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende und Fachvorstand Beamtenpolitik des dbb, Hans-Ulrich Benra, sagte am Rande des 10. Demografie-Kongress Best Age des Behörden Spiegel in Berlin: „Deutschland ist sich seiner Verantwortung sehr bewusst und unternimmt auf allen Ebenen in Bund, Ländern und Kommunen enorme Anstrengungen, um die Menschen, die zu uns kommen, adäquat zu versorgen, unterzubringen, zu betreuen.“

Verwaltung besteht gesamtgesellschaftliche Herausforderung

Benra sagte, dass - wie schon zu Zeiten der deutschen Einigung - die Verwaltung an großen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen ihre eigentliche Stärke demonstriere. Dies reiche von Beschäftigten an der vielen Stellen in Bund, Ländern und Kommunen, die für die Aufnahme und Betreuung der Flüchtlinge zuständig sind über Mitglieder der Bundespolizei und der Länderpolizeien, den Beschäftigten, die für die medizinische und sozialtherapeutische Betreuung sorgen bis zu Sozialarbeitern und Lehrern, die im jetzt neu beginnenden Schuljahr auch viele Kinder aus Flüchtlingsfamilien unterrichten und begleiten werden. Alle Beteiligten arbeiteten und engagierten sich derzeit bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit und leisteten eine großartige und hoch motivierte Arbeit, die seitens der Politik und Gesellschaft auch anerkannt werden müsse, so Benra.

Abordnungen von Beschäftigten führen zu Lücken in anderen Bereichen

Auch mit Blick auf Abordnung von Mitarbeitern zur Unterstützung konstatierte Benra, in vielen Behörden gebe es „eine große Bereitschaft, an dieser Herausforderung mitzuarbeiten“. Allerdings fehle das Personal dann an seiner bisherigen Stelle. „Das ist notwendig, es ist aber Aufgabe der Politik, den Bürgern offen zu sagen, dass es Einschränkungen geben wird“, machte der dbb Vize deutlich. Die Verwaltung sei nach ständigen Kürzungen und Wiedersetzungssperren „auf Kante genäht: Es gibt keine Reserven und die Altersstruktur bietet für die Zukunft keine hoffnungsfrohe Perspektive“.

Schlagworte zum Thema:  Asylbewerber, Öffentliche Verwaltung

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