Für die Bildung muss ausreichend qualifiziertes Personal vorhanden sein. Bild: Haufe Online Redaktion

Die Länder sollen sich zum Beamtenstatus für Lehrkräfte bekennen, so der dbb Bundesvorsitzende Silberbach. Verbeamtungspläne hat auch der Kultusminister in Sachsen. Dies stößt dort jedoch auf Kritik. Vielmehr werden eine Erhöhung der Nettobezüge und eine Entlastung gefordert.

Der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach fordert ein Bekenntnis der Länder zum Beamtenstatus für alle Lehrer/innen. Dabei weist er darauf hin, dass Beamte die Idealbesetzung sind. Sie stünden in einem besonderen Pflicht- und Treueverhältnis. „Wenn der Staat […] die allgemeine Schulpflicht anordnet, hat er auch dafür Sorge zu tragen, dass diese Schulpflicht dauerhaft und ausfallfrei erfüllt werden kann […]“, so Silberbach. Auch der Kultusminister Frank Haubitz in Sachsen will um die Verbeamtung von Lehrer/innen kämpfen. Er sehe dies als notwendigen Schritt an, um wettbewerbsfähig zu sein.

Entlastung der Lehrkräfte und erhöhte Nettobezüge statt Verbeamtung

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Sachsen hält die Verbeamtungspläne für kritisch. Für die GEW-Vorsitzende Uschi Kruse ist die Verbeamtung nicht ausreichend, um junge Leute nach Sachsen zu ziehen. Die Unterschiede in den Lehrerzimmern würden nur größer, weil alle in der DDR ausgebildeten Lehrkräfte aufgrund ihres Alters ausgeschlossen seien. Zudem bemängelt sie die dadurch entstehenden Kosten. Sie sprach sich vielmehr für eine Erhöhung der Nettobezüge aus, um Anreize zu schaffen. Auch die Entlastung der Lehrkräfte würde die Attraktivität des Berufs erhöhen.

Schlagworte zum Thema:  Verbeamtung, Beamtenbund, Gewerkschaft

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