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Behörden verschlüsseln vertrauliche Daten

Welche Konsequenzen ziehen Behörden aus den Datenskandalen?
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Berliner Behörden nutzen grundsätzlich verschlüsselte Verbindungen, wenn sie über das Internet sensible Daten von Bürgern übertragen. Besonders schutzbedürftige Schriftstücke dürfen nur dann per elektronischer Post übermittelt werden, wenn ihre Vertraulichkeit gewährleistet ist.

Das hat der Staatssekretär in der Innenverwaltung, Bernd Krömer, den Grünen mitgeteilt. Wenn es um geschützte Telefonverbindungen der Verwaltung geht, bietet das IT-Dienstleistungszentrum des Landes unter anderem Mobiltelefone an, die mit besonderer Verschlüsselung arbeiten. Für die Verfassungsschutzbehörde gibt es eine besonders gesicherte Verschlüsselung, wenn vertrauliche sogenannte Verschlusssachen über das Internet transportiert werden.
Der Grünen-Abgeordnete Stefan Gelbhaar hatte den Senat nach Konsequenzen aus dem Bekanntwerden von Ausspäh-Programmen wie Prism und Tempora gefragt. Wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Antwort Krömers weiter hervorgeht, sind in den letzten Jahren keine gezielten Datenattacken auf Berliner Behörden festgestellt worden. Auch Angriffe von staatlichen Stellen aus dem Ausland seien nicht nachweisbar gewesen.
Die Berliner Verwaltung sei allerdings wie alle anderen Internet-Nutzer tagtäglich einer Vielzahl von ungezielten und automatisierten Angriffen ausgesetzt, hieß es in der Antwort auf die Kleine Anfrage weiter. Diese machten etwa zehn Prozent aller Eingänge aus.

dpa

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