| Personal & Tarifrecht

Bus- und Straßenbahnfahrer im Warnstreik

Tausende Bus- und Straßenbahnfahrer in Baden-Württemberg sind am Montag in einen zweitägigen Warnstreik getreten. Rund 1,5 Millionen Pendler sind betroffen.

In Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Konstanz, Heilbronn, Esslingen, Baden-Baden und Pforzheim blieben die Busse und Straßenbahnen in den Depots. Im morgendlichen Berufsverkehr mussten Pendler auf andere Verkehrsmittel umsteigen.

Hintergrund für den bis Dienstag dauernden Warnstreik sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr. Verdi verlangt kürzere Schichten, volles Weihnachtsgeld, 30 Tage Urlaub für alle unabhängig vom Alter sowie Vorteile speziell für Verdi-Mitglieder.

Der Vorsitzende des Kommunalen Arbeitgeberverbands (KAV), Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne), hatte bereits in der vergangenen Woche den Ausstand als «völlig überzogen» kritisiert: Die Forderungen der Gewerkschaft Verdi bedeuteten für die Kommunen Mehrkosten von 7 bis 10 Prozent bei den Gehältern. Die Arbeitgeber hätten in den Tarifverhandlungen bereits weitgehende Zugeständnisse vor allem beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld gemacht, sagte Salomon. Ein Streik im öffentlichen Nahverkehr sei «Wasser auf die Mühlen derjenigen, die öffentlichen Personennahverkehr in kommunaler Regie als ein antiquiertes Museumsstück ansehen und einer Privatisierung das Wort reden».

 

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