07.09.2015 | Brandenburg

Brandenburgs Behörden setzen auf Nachhaltigkeit

Bei der Gebäudesanierung wird auf Energieeffizienz geachtet.
Bild: SBV Solingen

Brandenburger Behörden in Kommunen, Landkreisen und der Landesverwaltung setzen auf Nachhaltigkeit. Von Elektrofahrrädern für Gemeindemitarbeiter bis zu Photovoltaikanlagen auf dem Dach von Ministerien werden unterschiedliche Maßnahmen umgesetzt.

Energieeffizienter Neubau des Umweltministeriums

Mit gutem Beispiel vorangehen will das Umweltministerium in Potsdam. Der gerade mit dem Gesundheitsministerium gemeinsam bezogene Neubau sei hoch energieeffizient, sagte Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD). Die Flachdächer des Gebäudekomplexes werden schon bald begrünt sein und die Photovoltaikanlage liefert grünen Strom.

Von den Gesamtbaukosten in Höhe von knapp 80 Millionen Euro wurden allein 3,3 Millionen Euro für Energiemaßnahmen verwendet. Mit der auf dem Dach installierten, tausend Quadratmeter großen Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung sei das Haus ein Vorbild beim Einsatz erneuerbarer Energien, sagte ein Sprecher des Potsdamer Finanzministeriums als Bauherr.

Allein die Kosten der auf dem Gebäude installierten Photovoltaikanlage beliefen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. «Wir schätzen, dass damit gegenüber herkömmlichen Gebäuden langfristig pro Jahr etwa 30 Prozent weniger Energie verbraucht wird», so der Sprecher.

Gebäudesanierungen und Wärmedämmung

Beispiel Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark): Die Gemeinde habe bei allen Ausgaben Nachhaltigkeit im Blick, sagte Sprecherin Martina Bellack. Öffentliche Gebäude wie Schulen, Kitas oder die Feuerwache seien mittlerweile zum Großteil saniert. So habe eine Kita eine geothermisch betriebene Wärmepumpe zur Heizwärmeversorgung und Warmwasserbereitung erhalten, die noch mit einer thermischen Solaranlage gekoppelt sei. Zwei Schulsporthallen verfügten bereits über Solardächer.

«Bei Neubauten setzten wir von Anfang an auf Erdwärme, Wärmerückgewinnung und moderne Beleuchtungstechnik», sagte Bellack. Drei der fünf Autos des Gemeinde-Fuhrparks werden mit Gas betrieben, eines ist ein Hybridfahrzeug. Für die Außendienstmitarbeiter wurden zudem zwei Pedelecs - spezielle Elektrofahrräder - angeschafft. Die Straßen sind mit energiearmen Natriumdampflampen ausgestattet.

Beispiele aus einzelnen Kommunen

Auch im Landkreis Oberspreewald-Lausitz rüsten Kommunen die Straßenbeleuchtung beispielsweise auf LED-Lampen um. Gerade werde das Gymnasium Lübbenau energetisch saniert im Umfang von 5,1 Millionen Euro, berichtete eine Sprecherin des Kreises.

Die energieeffiziente Ausstattung von Bildungseinrichtungen spielt auch in der Uckermark eine große Rolle. Photovoltaikanlagen sind bereits auf den Dächern von Schulen, beim Feuerwehrtechnischen Zentrum in Prenzlau und beim Ordnungsamt Prenzlau installiert worden. Schwerpunkt sei derzeit die Optimierung der Heizung, sagte eine Sprecherin. Für das Gebäude des Prenzlauer Jobcenters werden insgesamt 95.000 Euro eingesetzt.

Auch beim Landtagsgebäude in Potsdam, das im historischen Gewand des einstigen Stadtschlosses errichtet wurde, spielte Energieeffizienz eine große Rolle. So werde der zulässige Referenzwert des Jahres-Primärenergiebedarfs um mehr als die Hälfte unterschritten, sagte eine Sprecherin. Umweltschädigende Baumaterialien seien erst gar nicht verwendet worden.

Schlagworte zum Thema:  Brandenburg, Behörde, Nachhaltigkeit

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